A.S.K. Akademie für Sozial- & Synergiekompetenz

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Einjährige Zertifikats-Weiterbildung:
„Psychosoziale Beratung (A.S.K.)“

Die Weiterbildung setzt die Weiterbildung in Psychosozialer Gesprächsführung voraus.

2. Jahr: Curriculum der Zertifikats-Weiterbildung „Psychosoziale Beratung (A.S.K.)“

Die kommunikativen Kompetenzen der professionellen Gesprächsführung, die die Teilnehmer im ersten Teil der Weiterbildung erworben haben, werden erweitert und ergänzt. In der nun folgenden Stufe steht das Lösen von Lebens- und Beziehungsproblemen im Mittelpunkt. Die Seminare vermitteln den Teilnehmern die Kompetenzen, Klienten mit belastenden und für sie allein nicht lösbaren Lebensproblemen und Problemen des Zusammenlebens

  • professionell zu verstehen,
  • eine werte- und zielorientierte, problemlösende Beratung anzubieten,
  • ihnen zu helfen, eigenständige und selbstbestimmte Lösungen zu finden.

Diese Stufe der Weiterbildung greift auf eine Fülle psychotherapieschulenübergreifender Kenntnisse zurück, wie etwa systemische, personzentrierte und verhaltensorientierte Psychotherapieansätze sowie auf Lösungsstrategien aus der Traumapsychotherapie und der Krisenintervention. Alle Kenntnisse werden theoretisch vermittelt, praktisch trainiert und in Selbsterfahrungsübungen verankert.

Inhalte:

Seminar 7: Beratungsstrategien vor dem Hintergrund der Traumapsychologie (drei Tage)
Das Seminar führt ein in die allgemeine Traumatheorie und zeigt Unterschiede der einzelnen Psychotherapieschulen auf. Das Verständnis dessen, was Trauma im Kern bedeutet, öffnet den Blick für viele ansonsten unverständliche Reaktionsweisen von Menschen. Der Schwerpunkt der Vermittlung betont die Grundsätzlichkeit seelischer Verletzungen in Traumata, insbesondere der Zerrüttung des Eigenwert- und Seinswertbewusstseins, die Zerrüttung des Ichs und der persönlichen Identität bis zum Selbstverzicht.

Damit eine konstruktive Beratung von traumatisierten Klienten überhaupt möglich wird, ist es wichtig, Betroffene ausreichend zu stabilisieren. Stabilisieren wird als Schwerpunkt der Traumaberatung deutlich.

Die Sensibilisierung für die Grundsätzlichkeit von Traumata ermöglicht es den Seminarteilnehmern, in ihrem Berufsalltag Stabilisierungsmethoden gezielt einsetzen zu können. Auf diese Weise können sie den Beratenen Strategien vermitteln, über viele auf Traumata basierenden Lebenshürden hinwegzukommen.

Zusätzlich zu den in der heutigen Psychotherapielandschaft entwickelten Stabilisierungsmethoden wird das ReSourcing® als allgemeine Stabilisierungsmethode herausgestellt. Je tiefer Beratungsklienten auf die innere Quelle des eigenen Seins zurückgreifen können, desto verlässlicher ist ihre Selbstwirksamkeitserwartung und desto stärker ist ihre Fähigkeit, ihren persönlichen Traumata standzuhalten.
Seminar 8: Gefühlstheorie als Grundlage zum Verständnis seelischer Störungen (drei Tage)
Allgemeinpsychologische Gefühls- und Emotionstheorien werden vermittelt und durch die Emotionstheorie von Hartmann (1996) ergänzt. Gefühle werden deutlich als Dynamiken, die der Selbsterhaltung dienen, z. B. gesunde Realangst als Selbsterhaltungsdynamik zur Bewältigung einer Gefahr.

Kompetenzen:

Die Gefühlstheorie der A.S.K. führt die Teilnehmer ein in das unmittelbare Verständnis von Gefühlsstörungen wie sie der Panik, dem Stress, der Depression, pathologischer Eifersucht, chronifiziertem Trauererleben, verabsolutiertem Schuld- und Schamerleben, aber auch den schwerer zugänglichen Störungen wie Sucht, Zwang und psychosomatischen Leiden zugrunde liegen. Die Dynamiken verschiedener Gefühle werden sowohl theoretisch als auch auf dem Boden von Selbsterfahrung erschlossen. Die Teilnehmer üben vertiefende Strategien, wie sie die den Gefühlsstörungen innewohnende Vermeidungstendenz in Selbstwirksamkeitserwartung wandeln können.
Seminar 9: Beratungsstrategien bei Angststörungen, Depression, Sucht (fünf Tage)
Die psychopathologischen Konzeptionen der verschiedenen Schulrichtungen für Angst, Depression und Sucht werden vorgestellt und mit der Gefühlstheorie der A.S.K. unterlegt. Der gesunde Kern der Störungen wird herausgearbeitet und als Dynamik zur Verarbeitung von Umweltgegebenheiten deutlich: gesunde Angst dient der Bewältigung einer Gefahr, gesundes Leiden dient der Bewältigung erfahrener Not und gesundes Verlangen dient der Erfüllungs- und Genusssuche.

Grundlage zum Verständnis jeglicher Psychopathologie ist das Konzept der Vermeidung von Ohnmacht: nicht bewältigbar erscheinende Angst führt zu Angststörung und Panik, nicht bewältigbar erscheinendes Leiden führt zu Depression und gestörtes Werterleben insbesondere der Freude- und Genussgefühle führt in die Sucht.

Im Seminar erwerben die Teilnehmer Beratungsstrategien zum Umgang mit diesen Störungen. Insbesondere entwickeln sie Kompetenzen, Klienten zu helfen, ihre eigenen Werte vor äußeren Bedrohungen zu schützen, aus der Fremdbestimmung zu befreien und sie als eigene Werte zu erkennen und zu verwirklichen.
Seminar 10: Paarberatung, Familienberatung (drei Tage)
Soziale Kommunikationsmuster werden in der Kindheit erworben und äußern sich dann im gelingenden oder belasteten Zusammenleben der Menschen. Die systemische Sicht sieht dieses Zusammenleben aus der Perspektive der sich selbst erhaltenden Systemganzheit, in die Individuen eingebettet sind. Die synergetische Sicht sieht das System der zusammenlebenden Menschen aus der Perspektive der sich selbst erhaltenden Individuen.

Dementsprechend wird im Seminar die systemische Betrachtungsweise vermittelt, wie in Familien und bei Paaren gesunde und gestörte Kommunikationsmuster wie ein filigranes Netz zusammenspielen. Weiterhin verdeutlicht das Seminar, welchen Systembedingungen die Betroffenen dabei individuell ausgeliefert sind. Die Teilnehmer lernen, die Verstrickungen der Systemmitglieder als Kollusion (Zusammenspiel) gesunder und gestörter Kommunikationsmuster zu erfassen.

Auf dieser Grundlage ergeben sich bruchfrei Strategien der Paarberatung und der Familienberatung, deren Anwendung die Teilnehmer üben.
Seminar 11: Erziehungsberatung (drei Tage)
Alle Kinder bringen ihre Eltern früher oder später an ihre Grenzen. Wenn Eltern das Verhalten ihrer Kinder als unangemessen und überfordernd erleben, können sie darin nicht mehr deren Suche nach Befriedigung gesunder Bedürfnisse erkennen. Sie versuchen, das aus ihrer Sicht störende Verhalten zu unterbinden. Wenn jedoch die gesunden Bedürfnisse der Kinder, die hinter ihren Handlungen stehen, nicht verstanden werden, eskalieren Konflikte und das Zusammenleben wird mehr und mehr zu einem Gegeneinander, in dem letztlich alle Beteiligten unglücklich sind.

Im Seminar lernen die Teilnehmer, zu erkennen, wie die Reaktionsmuster von Eltern und Kindern zusammenspielen und wann sie sich gegenseitig in ungünstiger Weise verstärken. Strategien zur Unterstützung von Eltern und Erziehenden werden vermittelt, so dass diese lernen, die gesunden Bedürfnisse ihrer Kinder auch in auffälligem und störendem Verhalten zu erkennen. Dann können sie sie bei der Entwicklung angemessener Formen der Bedürfnisbefriedigung wertschätzend, authentisch und kindgerecht unterstützen.
Seminar 12: Krisenintervention (drei Tage)
Klienten in Lebens- und Sinnkrisen bis hin zur Suizidalität fordern das Stehvermögen von Behandlern besonders heraus. Suizidprävention ist oberstes Gebot. Krisenintervention verlangt daher vom Behandler einerseits maximal rücksichtsvolle Empathie und Wertewachheit gegenüber der Not der Betroffenen und andererseits die strikte Führung der Person durch den Dschungel ihres ins Chaotische entglittenen Ohnmachtserlebens. Es gilt, angesichts der Not der Klienten den Raum für die Suche nach Lösungsmöglichkeiten und neuen Perspektiven zu öffnen.

Das Seminar macht Krisen als Dekompensation angesichts traumatischer Erfahrungen und Suizidvorstellungen als Suche nach einer ultimativen Lösungsperspektive verstehbar. Die Analyse von Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomenen im Beratungsprozess eröffnet den Blick für neue Zugänge zu den Ressourcen der Klienten und für Wege aus deren subjektiv erlebter Ausweglosigkeit.

So kann Krisenintervention für Betroffene die Chance ihres Lebens werden.

Kompetenzen:

Die Teilnehmer üben in Rollenspielen, die Not des Ohnmachtserlebens von Menschen in existenziellen Krisen empathisch nachzuvollziehen und sie gleichzeitig so zu stärken, dass sie eine ausreichende Stabilisierung finden, um ihre Ohnmachtsprobleme zu bewältigen. Weiterhin üben sie, sich der Realität von suizidalem Erleben zu stellen und gleichzeitig sowohl die maximale Verantwortung für den Schutz der Person zu übernehmen als auch die Person anzuregen, sich der Verantwortung für sich selbst wieder zu stellen.
 

Umfang: 6 Blockseminare (zusammen 20 Ausbildungstage) + 10 Std. kollegiale Kleingruppenarbeit + 10 Probe-Beratungsgespräche (160 Unterrichtsstunden).

Es gibt fünf Dreitages-Seminare:
Fr: 18.00-21.30 Uhr, Sa: 09.30-18.30 Uhr, So: 09.30 -14.00 Uhr
Und es gibt ein Fünftages-Seminar:
Mi: 18.00-21.30 Uhr, Do-Sa: 09.30-18.30 Uhr, So: 09.30-14.00 Uhr

Termine:

Neue Termine in Kürze

Ihre Investition: Dreitagesseminar: 345,- €, Fünftagesseminar: 660,- €

Ort: A.S.K.-Seminarhaus, Kalkwiesenweg 9, 35083 Wetter

Dozentin: Regina Sichart-Hartmann, Dipl.-Psych.

)¹ Wenn nicht anders ausgewiesen sind die Kurs-/Seminargebühren von der Umsatzsteuer befreit.
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