A.S.K. Akademie für Sozial- & Synergiekompetenz

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Einjährige Zertifikats-Weiterbildung:
„Supervisorin (A.S.K.)“
„Supervisor (A.S.K.)“

Die Weiterbildung setzt die Weiterbildung in Psychosozialer Beratung voraus.

3. Jahr: Curriculum der Zertifikatsweiterbildung: „Supervisorin (A.S.K.)“ / „Supervisor (A.S.K.)“

Dieser Weiterbildungsabschnitt baut auf den Weiterbildungen zur Psychosozialen Gesprächsführung und zur Psychosozialen Beratung auf. Er befähigt die Teilnehmer, Berufstätige im psychosozialen Bereich in ihren beruflichen und persönlichen Belangen supervisorisch zu begleiten. Sie lernen, Supervisanden in ihrer verantwortlichen sozialen Tätigkeit zu unterstützen, ihnen zu helfen, an Grenzen Räume zu öffnen, individuelle und systemisch synergetische Lösungsansätze zu finden und kollegiale Kooperation zu fördern.

Die Weiterbildung qualifiziert für Einzel- und Gruppensupervision.

Inhalte:

Seminar 13: Auftragsklärung in der Supervision (drei Tage)
Supervision im Einzelsetting, in der Gruppe und im Team: wer gibt wem welchen Auftrag? Anlass für Supervision sind immer Klienten und deren Unterstützungsbedarf. Dies ist die Achse, an der sich Supervision orientiert. Weiterhin ist der institutionelle Kontext zu berücksichtigen, in dem Supervision stattfindet: Welchem Ziel ist die Einrichtung verpflichtet, in der ein Supervisand arbeitet? Welche Rolle spielt die Teamleitung?

Das Seminar vermittelt den Teilnehmern Handwerkszeug, die oftmals widersprüchliche Auftragslage zu erkennen und die Supervisanden zu unterstützen, ihre Klienten unter den gegebenen Bedingungen zu fördern.
Seminar 14: Die Rolle des Supervisors im Helfersystem (drei Tage)
Supervision erweitert das Helfer-System um ein weiteres Element. Die Helfer-Klient-Beziehung ist häufig in ein weitläufiges Helfersystem eingebunden: Einrichtung, Bezugsbetreuer, Ergo-,/Logo-,/Psychotherapeuten, Kindergarten/Schule u.a.

Die Synergieherstellung in diesem Netzwerk stellt gerade Supervisoren im psychosozialen Bereich vor besondere Herausforderungen, für die wir die Teilnehmer in diesem Seminar mit folgenden Themen stark machen:
  • Die Rolle des Supervisors/der Supervisorin im Kontext: Supervisand, Klient, Einrichtung und im erweiterten Helfersystem
  • Werte als Orientierung im Netzwerk von Systemen
  • Der passende Supervisionsstil für die eigene Persönlichkeit
Seminar 15: Prävention von Stress und Burnout (drei Tage)
Gerade im psychosozialen Bereich beeinträchtigen Stress und Erschöpfung oftmals die berufliche Leistungsfähigkeit, was im schlimmsten Fall bis zum Burnout führt. Daher ist die Unterstützung bei der Stressprävention eine wichtige Aufgabe psychosozialer Supervision.

Stress ist gemäß dem Stress-Konzept der A.S.K. Ausdruck einer inneren Zerreißspannung. Berufstätige erleben eine große Diskrepanz zwischen beruflichem Anspruch und den realen Umsetzungsmöglichkeiten in der Einrichtung, wissen aber daraus keinen Ausweg. Im Stress wird die Wahrnehmung so eng, dass nur noch kompensatorische Bewältigungsstrategien erkennbar sind und keine synergetischen Lösungsansätze mehr entwickelt werden können.

Erfolgreiche Stressprävention arbeitet an den Ursachen der Stressentstehung. Daher gilt es für Supervisor/innen, in Gruppen und Teams eine wertschätzende Atmosphäre zu fördern, in der berufliche Ansprüche auf dem Boden der persönlichen Wertehierarchie verstanden und willkommen geheißen werden. So können Teams gemeinsam auf Augenhöhe machbare Verwirklichungswege erarbeiten. Indem die einzelnen Gruppen- und Team-Mitglieder auf diese Weise zur Geltung kommen, wird das Aufkommen von Stress-Spannung und –Symptomen nachhaltig verhindert.
In der Einzelsupervision geht es darum, die Supervisanden so stark zu machen, dass sie auch angesichts äußerer Begrenzungen ihre Belange achtsam wahrnehmen und authentisch, angemessen und nachhaltig vertreten können.

In diesem Seminar lernen die Teilnehmer, stresshafte Problemlösungsversuche zu erkennen und frühzeitig in die präventive Lösungsarbeit zu gehen. Es wird deutlich, dass nachhaltige Entspannung nur aus synergetischen Lösungsansätzen gewonnen werden kann.
Seminar 16: Konfliktmanagement und Mediation (drei Tage)
Konflikte im Berufsalltag sind Kollusionen des „Auf-sich-Bestehens“: Die beteiligten Konfliktparteien bestehen auf ihrem eigenen Wertesystem und schließen die Werte ihrer Kollegen aus. Alle Beteiligten geraten dann in eine Art Verteidigungsmodus, in dem nur noch der Kampf um die eigenen Werte zählt.

Supervisor/innen haben in derart rauen Situationen die Aufgabe, die Konfliktlösung federführend in die Hand zu nehmen bzw. Führungskräfte darin zu unterstützen, dass diese ihre Verantwortung wahrnehmen können. Das bedeutet, die Bereitschaft der am Konflikt Beteiligten herbeizuführen, den Werten der jeweils entgegenstehenden Seite Raum zu geben und einen übergeordneten Lösungsraum zu suchen. So entsteht die notwendige Synergie, in der nicht nur die eigenen Werte, sondern auch die des Gegenübers in den Lösungsprozess einbezogen werden.

Der synergetische Beratungsansatz der A.S.K. bietet die Grundlage für die Lösung von Konflikten nicht nur in Gruppen und Teams, sondern auch in Vereinen, Politik und Wirtschaft.

Die Teilnehmer üben in diesem Seminar, Konflikte als Werte-Konflikte zu verstehen und in Synergie zu wandeln. Anhand von Praxis-Beispielen analysieren sie die Auf-sich-Bestehens-Strategien der Beteiligten und erarbeiten konkrete Ansätze für synergetische Lösungsansätze.
Seminar 17: Gruppen- und Teamsupervision (fünf Tage)
Psychosoziale Supervision in Teams hat eine Doppelaufgabe: einerseits die inhaltliche Unterstützung bei der Klärung klientenbezogener Fragestellungen und andererseits die konstruktive Regulierung gruppendynamischer Prozesse. Das Seminar beleuchtet die Gruppen- und Teamsupervision unter dem Blickwinkel der zugrunde-liegenden Gruppendynamik bzw. Systemstruktur. Wir betrachten dabei die verschiedenen Rollen, die typischerweise durch Gruppenteilnehmer eingenommen werden, wie informelle und „heimliche“ Leitung, „Moralverkünder“ und „Beifallklatscher“.

Wertschätzende Umgangsweisen für die Gruppen- und Teamsupervision werden aufgezeigt, die es ermöglichen, Synergie zwischen den einzelnen Mitgliedern in ihren jeweiligen Rollen herzustellen. Insbesondere das Erkennen und der Umgang mit der „heimlichen Leitung“ werden geübt.

Die theoretischen Einheiten werden jeweils durch praktische Übungen in der Gruppe unterlegt, so dass die Inhalte im persönlichen Erfahrungsschatz verankert werden können.
Seminar 18: Fallsupervision, Leitungssupervision und Abschlusskolloquium
Bei der Fallsupervision steht der Klient der Supervisanden im Mittelpunkt. Dabei muss die Supervision das Spannungsfeld der Triade Supervisor – Supervisand – Klient einbeziehen. D.h. die Supervision unterstützt die Supervisanden darin, ihre eigene Weise zu finden, den Klienten optimal zu unterstützen.
Leitungssupervision berücksichtigt die Führungsverantwortung der Leitungspersonen, zeigt daraus folgende Spannungs- und Konfliktfelder auf und vermittelt konstruktive Lösungsstrategien. So unterstützt die Leitungssupervision die Klärung und Festigung der Rolle der Leitungspersonen im Team und im System der jeweiligen Einrichtung.
Im Abschlusskolloquium reflektieren die Teilnehmer die Inhalte der gesamten drei Jahre und stellen wesentliche Aspekte des Gelernten und ihre eigene Entwicklung dar.
 

Umfang: 6 Blockseminare (zusammen 20 Ausbildungstage) + 10 Std. kollegiale Kleingruppenarbeit + 10 Probe-Supervisionen (160 Unterrichtsstunden).

Es gibt fünf Dreitages-Seminare:
Fr: 18.00-21.30 Uhr, Sa: 09.30-18.30 Uhr, So: 09.30 -14.00 Uhr
Und es gibt ein Fünftages-Seminar:
Mi: 18.00-21.30 Uhr, Do-Sa: 09.30-18.30 Uhr, So: 09.30-14.00 Uhr

Termine für 2018 sind in Vorbereitung

Ihre Investition: Dreitagesseminar: 345,- €, Fünftagesseminar: 660,- €

Ort: A.S.K.-Seminarhaus, Kalkwiesenweg 9, 35083 Wetter

Dozentin: Regina Sichart-Hartmann, Dipl.-Psych.

)¹ Wenn nicht anders ausgewiesen sind die Kurs-/Seminargebühren von der Umsatzsteuer befreit.
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